Ausgabe 2026/06

09.06.2026

Mehrheit wünscht sich mehr österreichische Musik im ORF

Foto: dbn

Mehrheit wünscht sich mehr österreichische Musik im ORF

Eine repräsentative Studie zeigt: Viele Menschen in Österreich wünschen sich mehr heimische Musik in den Radio- und TV-Programmen des ORF. Besonders gefragt sind Pop und Rock aus Österreich.

Eine von Marketagent durchgeführte repräsentative Erhebung unter 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren macht den Wunsch nach mehr Musik aus Österreich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk deutlich. Laut Studie sprechen sich 51,5 Prozent der Befragten für mehr österreichische Musik in den ORF-Radios aus. Auch im Fernsehen wünschen sich 40,7 Prozent mehr heimisches Repertoire.

Die Zustimmung basiert auf den Antworten „ja, auf jeden Fall“ und „ja, eher schon“. Besonders beliebt ist österreichische Musik demnach im Bereich Pop und Rock: 61,9 Prozent der Befragten nannten dieses Genre. Dahinter folgen Schlager und Volksmusik mit 25,5 Prozent, Klassik mit 19,3 Prozent, Blues und Soul mit 15,1 Prozent sowie Jazz mit 10 Prozent.

Vertreterinnen und Vertreter der Musikbranche sehen darin ein starkes Signal. Eva-Maria Bauer, Präsidentin des Österreichischen Musikrats, betont, dass mehr Airplay für heimische Musik den öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF stärken könne – und das ohne zusätzliche Kosten. Gleichzeitig könne dies die heimische Musikbranche unterstützen, ihre Wertschöpfung erhöhen und Künstlerinnen und Künstlern mehr Sichtbarkeit verschaffen.

Auch Peter Legat, Musiker und Präsident der Austrian Composers Association, verweist auf die Vielfalt und Qualität österreichischer Musik. Diese lebendige Szene müsse in den heimischen Medien stärker abgebildet werden, sagt er. AKM-Präsident Peter Vieweger fordert ebenfalls seit Jahren mehr Präsenz österreichischer Künstlerinnen und Künstler in den Rundfunkmedien. Eine stärkere Sichtbarkeit sei notwendig, damit kreative Leistungen im eigenen Land dauerhaft wahrgenommen und wirtschaftlich getragen werden könnten.

Mit Blick auf die geplante Neuordnung der Medienförderung in Österreich sehen Branchenvertreter zudem die Chance, nicht nur öffentlich-rechtliche, sondern auch private Medien stärker zur Programmierung heimischer Musik in Radio, Fernsehen und Onlineangeboten zu bewegen. Der Österreichische Musikrat fordert deshalb, öffentliche Förderungen an einen klar definierten kulturpolitischen Auftrag zu knüpfen – etwa an die gezielte Unterstützung von Musik aus Österreich.

Quelle: Österreichischer Musikrat - ÖMR

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