Ausgabe 2026/06

15.06.2026

Gemeindebau: Wiener Wohnen erleichtert Genehmigung von Klimageräten

Foto: dbn

Gemeindebau: Wiener Wohnen erleichtert Genehmigung von Klimageräten

Angesichts zunehmend heißer Sommer schafft Wiener Wohnen neue, klarere Rahmenbedingungen für den Einbau von Klimageräten in Gemeindebauten. Die SPÖ Währing begrüßt die Erleichterungen und verweist zugleich auf die Bedeutung langfristiger Hitzeschutzmaßnahmen.
Die Sommerhitze wird für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Gemeindebauten zunehmend zur Belastung. Wiener Wohnen reagiert nun auf diese Entwicklung: Mieterinnen und Mieter sollen künftig einfacher eine Genehmigung für Split-Klimageräte erhalten können. Ein medizinischer Nachweis oder ein anderer besonderer Grund für die Notwendigkeit einer Klimaanlage ist dafür nicht mehr erforderlich.


Voraussetzung bleibt allerdings, dass technische, bauliche und rechtliche Vorgaben eingehalten werden. Planung und Montage müssen durch konzessionierte Fachfirmen erfolgen. Die Kosten für Anschaffung, Installation, Stromverbrauch und Wartung tragen die Mieterinnen und Mieter selbst.

Beim Antrittsbesuch bei Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch sprachen Michael Trinko, Marcus Altmann und Renate Rummerstorfer von der SPÖ Währing über die neuen Regelungen sowie über aktuelle wohnpolitische Fragen im Bezirk. Hanel-Torsch betonte dabei, dass die Stadt Wien im Gemeindebau weiterhin auf umfassenden Hitzeschutz setze.

„Die Sommer werden heißer und das spüren die Menschen auch in ihren Wohnungen. Deshalb setzen wir als Stadt Wien auf umfassenden Hitzeschutz im Gemeindebau: von thermischer Sanierung über außenliegenden Sonnenschutz bis hin zu Begrünung und Entsiegelung“, erklärte Hanel-Torsch. Mit den neuen Regelungen würden klare Rahmenbedingungen für Klimageräte geschaffen, wo diese sinnvoll und technisch machbar seien. Wichtig seien dabei Lärmschutz, Energieeffizienz, Brandschutz und das gute Zusammenleben im Haus.

Auch die SPÖ Währing sieht in der neuen Regelung einen wichtigen Schritt. In Währing gibt es 43 Gemeindebauanlagen mit rund 3.000 Wohnungen. Diese stünden seit Jahrzehnten für leistbares Wohnen, Zusammenhalt und Sicherheit, betonte Michael Trinko, Gemeinderat und Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Währing.

„Der Wiener Gemeindebau ist ein sozialdemokratisches Erfolgsmodell. Dieses Erbe müssen wir in die Zukunft führen. Angesichts immer heißerer Sommer heißt das auch: mehr Hitzeschutz und bessere Lebensqualität für die Menschen in ihren Wohnungen“, sagte Trinko.

Marcus Altmann, Klubvorsitzender und Sozialsprecher der SPÖ Währing, hob hervor, dass besonders ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern und gesundheitlich belastete Personen unter hohen Temperaturen in Wohnungen leiden. Es sei daher richtig, nun einen klaren, nachvollziehbaren und praktikablen Weg für Genehmigungen zu schaffen.

Klimageräte seien aus Sicht der SPÖ Währing jedoch nur ein Baustein im Umgang mit Sommerhitze. Langfristig wichtig blieben thermische Sanierungen, Begrünung und außenliegende Beschattung. Die Stadt Wien fördert weiterhin Rollläden, Jalousien und Fassadenmarkisen mit bis zu 50 Prozent der Kosten beziehungsweise maximal 1.500 Euro pro Wohneinheit.

Renate Rummerstorfer, stellvertretende Bezirksparteivorsitzende und Frauenvorsitzende der SPÖ Währing, betonte die Bedeutung verständlicher Informationen. „Wer in einer Gemeindebauwohnung lebt, muss wissen, welche Möglichkeiten es gibt und an wen man sich wenden kann. Genau dafür sorgen die neuen Regelungen: klare Voraussetzungen, verständliche Informationen und ein transparenter Ablauf“, sagte Rummerstorfer.

Informationen und Unterlagen zum Einbau von Klimageräten im Gemeindebau erhalten Mieterinnen und Mieter bei Wiener Wohnen sowie über die Wiener Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75. Eine Informationsbroschüre kann ebenfalls über Wiener Wohnen angefordert werden und liegt in den wohnpartner-Lokalen auf. Informationen zur Förderung von außenliegendem Sonnenschutz stellt die Stadt Wien bereit.

Quelle: SPÖ Wien

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