Ausgabe 2026/05

13.05.2026

Zahnaufheller im Test: Viele Produkte schneiden überraschend gut ab

Foto: dbn

Zahnaufheller im Test: Viele Produkte schneiden überraschend gut ab

Selbst anwendbare Mittel zur Zahnaufhellung liefern heute oft bessere Ergebnisse als noch vor einigen Jahren. Das zeigt ein aktueller Test von Verein für Konsumenteninformation (VKI) und Stiftung Warentest. Fünf von elf geprüften Produkten wurden mit „gut“ bewertet.

Getestet wurden Klebestreifen, Seren und Gele aus Drogerien und dem Online-Handel. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Bleichwirkung, sondern auch die Schonung von Zähnen und Zahnschmelz. Das Ergebnis: Alle untersuchten Mittel konnten Verfärbungen zumindest teilweise reduzieren. Einige Produkte hellten die Zähne sogar stärker auf als Behandlungen in der Zahnarztpraxis.

Neben den fünf mit „gut“ bewerteten Produkten erhielten vier Mittel ein „durchschnittlich“. Zwei Produkte schnitten hingegen „weniger zufriedenstellend“ ab. Dazu zählen die „Teeth Whitening Strips“ von Pdoo, die zwar messbare, optisch aber kaum sichtbare Ergebnisse lieferten, sowie die „Bleaching Stripes“ von Rapid White, die unter anderem bei der Zahnschonung nicht überzeugen konnten. Die Preise der getesteten Produkte lagen zwischen 5,99 und 69,90 Euro.

Die meisten Zahnaufheller arbeiten mit Wasserstoff- oder Carbamidperoxid. Diese Stoffe sorgen dafür, dass Farbteilchen im Zahn durch Oxidation farblos werden – ähnlich wie beim Blondieren von Haaren. Ganz risikofrei ist das jedoch nicht. „Das funktioniert, ist aber nicht ohne Risiko“, warnt VKI-Gesundheitsexpertin Angela Tichy. Der Zahnschmelz könne vorübergehend an Härte verlieren, was das Risiko für Zahnschäden erhöhe.

Immerhin zeigte der Test auch, dass es zahnschonendere Produkte gibt. Diese erzielen zwar mitunter eine etwas geringere Bleichwirkung, schneiden dafür bei der Verträglichkeit besonders gut ab.

Tichy mahnt zudem zu realistischen Erwartungen. Starke Aufhellungen in sehr kurzer Zeit seien trotz vieler Werbeversprechen nicht immer erreichbar. Außerdem sei die natürliche Zahnfarbe vieler Menschen in Mitteleuropa eher gelblich-grau. Ein „Hollywood-Lächeln“ lasse sich daher nicht bei allen gleichermaßen erzielen.

Trotz guter Ergebnisse mancher Produkte für zu Hause bleibt die professionelle Behandlung in der Zahnarztpraxis aus Sicht von Expertinnen und Experten die sicherere Variante. Dort werden Zähne und Zahnfleisch vor dem Bleichen gründlich untersucht, mögliche Risiken erkannt und die Behandlung unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt.

Vor einer Zahnaufhellung empfiehlt der VKI jedenfalls einen zahnärztlichen Check. Nur gesunde Zähne sollten gebleicht werden. Auch eine gründliche Reinigung vorab ist wichtig, damit das Ergebnis gleichmäßig ausfällt. Zu beachten ist außerdem, dass Füllungen, Kronen und Veneers ihre Farbe nicht verändern – sichtbare Unterschiede können nach dem Bleichen daher bestehen bleiben.

Quelle: vki

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