15.05.2026
Foto: dbn
Verlockende Versprechen von Tankzusätzen, Metallstiften oder elektronischen Modulen klingen angesichts hoher Kraftstoffpreise attraktiv. Fachleute warnen jedoch: Nachgewiesene Einsparungen bringen diese Produkte nicht – entscheidend bleiben Fahrweise und Wartung.
Angesichts steigender Kraftstoffpreise suchen viele Autofahrerinnen und Autofahrer nach Möglichkeiten, den Verbrauch ihres Fahrzeugs zu senken. Beim ÖAMTC häufen sich deshalb derzeit Anfragen zu Produkten, die angeblich erstaunliche Einsparungen ermöglichen sollen. Besonders im Fokus stehen dabei neben seit Jahren bekannten Tankzusätzen und Metallstiften auch sogenannte Dongles – kleine elektronische Module, die an die Diagnosebuchse des Fahrzeugs angeschlossen werden.
Die Werbeversprechen dieser Geräte sind groß: Sie sollen in die Bordelektronik eingreifen und dadurch den Spritverbrauch senken. Untersuchungen, an denen unter anderem der deutsche ÖAMTC-Partnerclub ADAC beteiligt war, zeichnen jedoch ein anderes Bild. Demnach blinkt ein solcher Dongle zwar nach dem Anstecken, eine tatsächliche Kommunikation mit dem Fahrzeug findet aber nicht statt. Wissenschaftliche Tests konnten bisher keine der versprochenen Einsparungen bestätigen. Auch frühere Untersuchungen des ÖAMTC gemeinsam mit der TU Wien kamen sowohl am Rollenprüfstand als auch im Straßenverkehr immer wieder zum selben Ergebnis: Ein messbarer Vorteil durch solche Produkte lässt sich nicht nachweisen.
Zwar verursachen diese Mittel und Geräte laut Fachleuten in der Regel keinen direkten technischen Schaden am Fahrzeug, für die Geldbörse sind sie jedoch alles andere als hilfreich. Der ÖAMTC rät daher klar vom Kauf solcher Produkte ab. Wer tatsächlich Kraftstoff sparen möchte, setzt besser auf eine vorausschauende Fahrweise, regelmäßige Wartung und einen insgesamt guten Fahrzeugzustand. Genau das senkt nicht nur den Verbrauch, sondern schont auch die Umwelt.
Service: Diese Maßnahmen helfen tatsächlich
• Vorausschauend fahren, sanft beschleunigen und früh hochschalten.
• Den Reifendruck regelmäßig prüfen und an die Herstellerangaben anpassen.
• Unnötiges Gewicht aus dem Fahrzeug entfernen.
• Dachboxen und Trägersysteme bei Nichtgebrauch abmontieren.
• Kurzstrecken möglichst vermeiden, da der Verbrauch bei kaltem Motor deutlich höher ist.
• Den Motor bei längeren Stopps abstellen und unnötigen Leerlauf vermeiden.
• Auf rollwiderstandsoptimierte Reifen achten.
• Das Fahrzeug regelmäßig warten lassen, um einen effizienten Betrieb sicherzustellen.
Quelle: ÖAMTC