Ausgabe 2026/05

15.05.2026

Erster Großbatteriespeicher Salzburgs entsteht in Oberndorf

Blackvolt CEO Greg Green, Landesrat Maximilian Aigner, Bürgermeister Georg Djundja, Blackvolt Managing Director Constantin Vana, Blackvolt Managing Director Johannes Srajer

Foto: Blackvolt Energy/APA Fotoservice/Franz Neumayr

Erster Großbatteriespeicher Salzburgs entsteht in Oberndorf

Mit dem Spatenstich in Oberndorf bei Salzburg hat am 6. Mai der Bau des ersten eigenständigen Großbatteriespeichers im Bundesland begonnen. Das Projekt des Unternehmens Blackvolt Energy soll ab dem ersten Quartal 2027 zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen und gilt als wichtiger Schritt für die Energiewende in Salzburg.

Speicher sollen Schwankungen ausgleichen
Hintergrund des Projekts ist der steigende Anteil von Wind- und Solarstrom im Energiesystem. Da erneuerbare Energie oft nicht genau dann erzeugt wird, wenn sie gebraucht wird, gewinnen Speicher an Bedeutung. Großbatteriespeicher können Strom kurzfristig aufnehmen und bei Bedarf in Millisekunden wieder einspeisen. Damit helfen sie, das Netz stabil zu halten, erneuerbare Energie besser zu integrieren und teure Abregelungen zu vermeiden.

Anlage mit 18 Megawatt Leistung geplant
Geplant ist ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 18 Megawatt und einer Kapazität von 36 Megawattstunden. Nach Angaben des Unternehmens kann die Anlage Energie zwischenspeichern und bei Bedarf nahezu verzögerungsfrei wieder ins Netz abgeben. Das soll helfen, Schwankungen auszugleichen und erneuerbare Energie effizienter zu nutzen.

Beim Spatenstich waren Vertreter des Unternehmens Blackvolt Energy anwesend, darunter die Geschäftsführer Greg Green, Constantin Vana und Johannes Srajer. Auch Salzburgs Landesrat für Energie, Maximilian Aigner, sowie Oberndorfs Bürgermeister Georg Djundja nahmen an dem Termin teil.

Bürgermeister Georg Djundja bezeichnete das Vorhaben als wichtiges Signal für den Standort Oberndorf. Die Ansiedlung einer solchen Anlage zeige, dass die Region für Zukunftstechnologien attraktiv sei und einen konkreten Beitrag zur Energiewende leisten könne, sagte er.
Blackvolt-Energy-Gründer und CEO Gregory Green betonte die strategische Bedeutung des Standorts Salzburg. An der Schnittstelle im Energiesystem seien leistungsfähige Speicherlösungen besonders wichtig, um die Energiewende voranzutreiben und auf die zunehmenden Schwankungen an den europäischen Strommärkten zu reagieren. Der erste Stand-alone-Großbatteriespeicher im Bundesland sei daher auch ein Signal für die Innovationskraft der Region.

Bedeutung für Salzburg und weitere Projekte
Mit dem Projekt in Oberndorf will Salzburg seine Rolle als Knotenpunkt im österreichischen Energiesystem stärken. Blackvolt Energy kündigte an, bis Ende 2026 weitere Batteriespeicherprojekte umzusetzen und seine Position als Entwickler und Betreiber solcher Anlagen in Österreich weiter auszubauen.

Nach der geplanten Inbetriebnahme im ersten Quartal 2027 soll die Anlage eine wichtige Funktion im regionalen Energiesystem übernehmen. Durch die flexible Speicherung und Bereitstellung von Strom soll sie Schwankungen aus Wind- und Solarenergie ausgleichen.
Landesrat Maximilian Aigner sieht in dem Batteriespeicherkraftwerk einen wichtigen Baustein für die Energiewende. Solche Speicher könnten dazu beitragen, erneuerbare Energie besser zu nutzen, das Stromnetz stabil zu halten und die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Quelle: Blackvolt Energy GmbH

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