27.03.2026
Foto: nothing
Mit dem neuen Nothing Phone (4a) Pro erweitert der Hersteller Nothing sein Smartphone‑Portfolio um ein höher positioniertes Mittelklassemodell. Auffälligstes Merkmal ist die überarbeitete sogenannte Glyphen‑Matrix auf der Rückseite – ein kleines Zusatzdisplay im pixeligen Retro‑Stil, das bei abgelegtem Smartphone Informationen wie Uhrzeit, Akkustand oder Benachrichtigungssymbole anzeigt. Auch Funktionen wie ein Sanduhr‑Timer lassen sich darüber ablesen. Im Vergleich zu früheren Modellen fällt die Anzeige allerdings einfacher aus und bietet weniger Möglichkeiten als die höher auflösende Variante früherer Geräte.
Neu positioniert wurde auch die sogenannte Essential‑Taste, die sich nun an der linken oberen Gehäuseseite befindet. Sie dient dazu, Inhalte wie Screenshots samt Notizen schnell zu speichern oder per Tastendruck Sprachmemos aufzunehmen und automatisch zu transkribieren. Im Alltag erweist sich diese Funktion als praktisches Extra und wird deutlich seltener versehentlich ausgelöst als bei früheren Modellen.
Beim Betriebssystem bleibt Nothing seiner Designlinie treu. Das auf Android basierende NothingOS punktet mit einem minimalistischen Look, optionalen Schwarz‑Weiß‑Icons und klarer Bedienung. Der Hersteller verspricht Sicherheitspatches für mehrere Jahre, größere Android‑Versionsupdates gibt es jedoch zeitlich begrenzt.
Äußerlich zeigt sich das Phone (4a) Pro deutlich nüchterner als seine Vorgänger. Erstmals kommt eine einheitliche, metallische Rückseite zum Einsatz, während transparente Elemente nur noch im Kamerabereich zu finden sind. Trotz der Größe von fast 6,8 Zoll liegt das rund 210 Gramm schwere Gerät gut in der Hand.
Starkes Display, solider Antrieb
Das OLED‑Display mit 6,83 Zoll überzeugt mit hoher Schärfe, kräftigen Farben und einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hertz. Mit einer hohen Spitzenhelligkeit bleibt der Bildschirm auch bei Sonnenlicht gut ablesbar. Nachteil: Im Always‑On‑Modus regelt das Display die Bildwiederholrate nur eingeschränkt herunter, was den Stromverbrauch erhöht.
Für die nötige Leistung sorgt ein Snapdragon‑Prozessor der oberen Mittelklasse. Alltägliche Aufgaben, Multitasking und auch mobiles Gaming meistert das Gerät flüssig. Bei rechenintensiven Anwendungen oder aufwendigen 3D‑Spielen müssen jedoch Abstriche gegenüber teuren Flaggschiffen in Kauf genommen werden.
Der Akku bringt Nutzerinnen und Nutzer bei moderater Verwendung gut durch den Tag. Unter hoher Last – etwa bei viel Kameraeinsatz oder intensiver Nutzung schneller Bildwiederholraten – sinkt die Laufzeit spürbar. Positiv fällt die kurze Ladezeit per Kabel auf, kabelloses Laden wird allerdings nicht unterstützt.
Gute Fotos, schwächere Videos
In der Kameraausstattung hebt sich das Nothing Phone (4a) Pro positiv von vielen Geräten seiner Preisklasse ab. Neben einer hochauflösenden Hauptkamera stehen eine Ultraweitwinkel‑ und eine Telekamera mit optischem Zoom zur Verfügung. Die Fotoqualität überzeugt mit guten Details, wenig Bildrauschen und einer natürlichen Farbwiedergabe. Der stark beworbene digitale Extrem‑Zoom bietet hingegen in der Praxis kaum Mehrwert.
Im Videobereich zeigt das Smartphone Schwächen: Hochauflösende 4K‑Aufnahmen sind nur mit begrenzter Bildrate möglich. Für flüssigere Videos ist eine Reduktion der Auflösung nötig. Die Frontkamera liefert dafür detailreiche Selfies.
Solide Mittelklasse mit Charakter
Abstriche gibt es bei der Ausstattung: Moderne Funkstandards, kabelloses Laden oder besonders schnelle USB‑Verbindungen fehlen. Positiv sind hingegen 5G‑Mobilfunk, NFC, Dual‑SIM‑Unterstützung sowie ein zuverlässiger Fingerabdrucksensor unter dem Display. Auch die Stereo‑Lautsprecher liefern einen guten Klang.
Unterm Strich präsentiert sich das Nothing Phone (4a) Pro als solides Mittelklasse‑Smartphone mit großem Display, guter Kamera und eigenständigem Design. Wer maximale Technik pro Euro sucht, findet bei der Konkurrenz Alternativen – wer jedoch Wert auf Charakter, Design und besondere Details legt, wird mit diesem Modell zufrieden sein.
Quelle: nothing