11.03.2026
Foto: dbn
Die Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten sorgen in Österreich für zunehmende Unruhe. Seit der Eskalation des Nahostkonflikts Ende Februar verzeichnen Vergleichsplattformen eine deutlich erhöhte Aktivität: Die Nachfrage nach Tarifwechseln hat sich bei Strom nahezu verdoppelt, bei Gas sogar mehr als verdreifacht.
Gleichzeitig beobachten Marktanalysten, dass erste Energieanbieter ihre Angebote zurückziehen und Neukundenpreise spürbar erhöhen – ein mögliches Frühzeichen weiterer Preisbewegungen. Viele Haushalte reagieren mit einem verstärkten Wunsch nach langfristiger finanzieller Absicherung.
Erinnerungen an Energiekrise 2022
Die Belastungen durch den drastischen Preisanstieg im Jahr 2022 wirken bis heute nach. Damals führte der russische Angriff auf die Ukraine zu massiven Preisexplosionen und kurzfristig eingeschränkten Wechselmöglichkeiten. Diese Erfahrung sitzt vielen Konsumenten noch in den Knochen – und prägt das jetzige Verhalten.
„Viele Menschen wollen eine Wiederholung der unerwarteten Preisschocks von damals unbedingt vermeiden“, erklärt Fixkostenexperte Martin Zwickl. Der Trend gehe klar in Richtung langfristiger Fixpreistarife, um Kosten planbar zu halten.
Fixpreistarife bis 2028 stark nachgefragt
Vergleichsplattformen sehen derzeit ein hohes Interesse an Angeboten mit Preisgarantie. Stand 6. März sind sowohl im Strom‑ als auch im Gasbereich Fixpreistarife mit Garantien bis zum 31. Dezember 2028 verfügbar. Diese gelten als besonders attraktives Mittel, um sich gegen die Unsicherheiten des Marktes abzusichern.
Allerdings entwickeln sich die Angebote äußerst dynamisch. Experten raten vor allem Haushalten mit Floating‑Tarifen oder Verträgen ohne Preisgarantie, die aktuellen Konditionen rasch zu prüfen, da weitere Anbieter ihre Tarife zurückschrauben könnten.
Fazit
Der Energiemarkt befindet sich erneut in einer Phase hoher Unsicherheit. Während erste Anbieter reagieren und Preise anziehen, suchen Konsumenten verstärkt nach Stabilität. Langfristige Fixpreistarife könnten in den kommenden Monaten zu einem wichtigen Instrument werden, um Haushaltsbudgets zu schützen – vorausgesetzt, man entscheidet sich rechtzeitig.
Text/Quelle: durchblicker GmbH