Ausgabe 2026/03

11.03.2026

Studie zeigt: Wohnzufriedenheit in Österreich bleibt hoch – Wien deutlich unter Durchschnitt

Foto: dbn

Studie zeigt: Wohnzufriedenheit in Österreich bleibt hoch – Wien deutlich unter Durchschnitt

Die Österreicher sind mit ihrer Wohnsituation weiterhin überwiegend zufrieden. Laut der neuen Integral‑Trendstudie für ImmoScout24, durchgeführt im Jänner 2026 unter 1.000 Befragten, vergeben die Menschen eine gesamte Wohnzufriedenheit von Schulnote 1,8. Dieser Wert ist seit 2021 stabil geblieben. Besonders hohe Zufriedenheitswerte zeigen sich am Land sowie bei Eigentümern.

Eigentum macht zufrieden – Mieter liegen deutlich zurück
Die Art der Immobilie wirkt sich stark auf die Zufriedenheit aus.

Eigentümer vergeben im Schnitt die Note 1,5,
Mieter hingegen nur 2,1.


Auch das Wohnen im Haus wird deutlich besser bewertet als das Wohnen in einer Wohnung (1,5 gegenüber 1,9).

Junge Menschen am unzufriedensten
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei jungen Erwachsenen. Die Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren bildet das Schlusslicht der Erhebung. Sie vergibt im Schnitt die Schulnote 2,0 – der schlechteste Wert aller Gruppen. Nur 38 Prozent dieser jungen Befragten sind sehr zufrieden, ein weiteres Drittel eher zufrieden. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Unzufriedenheit sogar leicht erhöht.

Wien bleibt Sorgenkind – höchste Unzufriedenheit im Bundesländervergleich
Ein deutlicher Unterschied zeigt sich zwischen Stadt und Land. Während ländliche Regionen durchwegs überdurchschnittliche Werte erzielen, fällt die Bewertung in Wien deutlich ab.
Mit der Schulnote 2,0 hat die Bundeshauptstadt den schlechtesten Wert Österreichs. Lediglich ein Drittel der Wiener stuft die eigene Wohnsituation als „sehr zufriedenstellend“ ein.

ImmoScout24‑Geschäftsführer Joseph Obiegbu sieht klare Gründe dafür: Junge Menschen und Wiener wohnen seltener im Eigentum – und diese Tatsache wirkt sich stark auf die Zufriedenheit aus.

Was Menschen wirklich zufrieden macht
Die Studie zeigt auch, welche Faktoren entscheidend zur Wohnzufriedenheit beitragen. Überraschend ist: Die Immobilie selbst spielt eine geringere Rolle als das Umfeld.

Wesentlich sind vor allem:

- viel Grünraum in der Umgebung,
- gute Lage,
- leistbare Wohnkosten,
- eine solide Infrastruktur.

Diese Punkte beeinflussen die Bewertung deutlich stärker als die Wohnungsgröße oder die Ausstattung.
Kostenbelastung bleibt größter Unzufriedenheitsfaktor
Bei jenen Befragten, die mit ihrer Wohnsituation unzufrieden sind, dominiert ein Faktor klar: zu hohe Wohnkosten. Fast die Hälfte nennt die finanzielle Belastung als Hauptgrund. Probleme mit Nachbarn oder das Fehlen von Freiflächen wie Balkon oder Garten folgen mit großem Abstand.

Text/Quelle: ImmoScout24

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