Ausgabe 2026/03

11.03.2026

UNOS fordert rasche Senkung der Lohnnebenkosten: „Stillstand ist keine Standortpolitik“

Michael Bernhard, UNOS Bundessprecher

Foto: Nicole Heiling

UNOS fordert rasche Senkung der Lohnnebenkosten: „Stillstand ist keine Standortpolitik“

Die Kritik an der Bundesregierung in der Frage der Lohnnebenkosten wird lauter. Nach den jüngsten Aussagen von Finanzminister Markus Marterbauer im Mittagsjournal, wonach es „kaum Spielraum“ für eine Entlastung gebe, wirft UNOS‑Bundessprecher Michael Bernhard der Regierung mangelnden Reformwillen vor. Österreich zähle seit Jahren zu den europäischen Hochabgabenländern, was besonders kleine und mittlere Betriebe massiv belaste.

Bernhard betont, dass nicht nur die Bundesregierung gefordert sei. Auch die Wirtschaftskammer müsse zu mehr Ehrlichkeit in der Debatte finden. Wer Entlastungen vom Staat verlange, müsse auch im eigenen Verantwortungsbereich ansetzen. Konkret fordert UNOS eine Senkung der Kammerumlage 2 – ein Schritt, der Unternehmen unmittelbar zugutekäme.

Der anhaltende Druck auf den Wirtschaftsstandort sei kein kurzfristiges Phänomen, sondern belaste Betriebe seit Jahren. Aussagen über fehlenden Spielraum würden die Realität vieler Unternehmer verkennen. Wenn große Reformen nicht gelingen, müsse zumindest dort gehandelt werden, wo rasch Verbesserungen möglich seien – sowohl in der Politik als auch in der Kammer, so Bernhard. Österreich brauche endlich eine „echte Entlastungsagenda“, keine weiteren Ausreden.

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertritt seit 2014 die Interessen liberal orientierter Unternehmer und ist derzeit in acht Wirtschaftsparlamenten vertreten.

Text/Quelle: UNOS - Unternehmerisches Österreich

zurück