Ausgabe 2026/03

11.03.2026

ARBÖ warnt vor Nachteilen durch neue Spritpreis‑Regelung

Foto: dbn

ARBÖ warnt vor Nachteilen durch neue Spritpreis‑Regelung

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Treibstoffpreise künftig nur noch dreimal pro Woche angehoben werden dürfen. Was als Entlastung für Autofahrer vorgesehen ist, könnte sich laut ARBÖ jedoch gegenteilig auswirken. Generalsekretär Gerald Kumnig kritisiert, die Maßnahme helfe weder schnell noch senke sie die Kosten. Vielmehr sei zu befürchten, dass Preissenkungen an den Tankstellen seltener weitergegeben werden, weil Anpassungen nach oben nur noch an bestimmten Tagen erlaubt sind.

Der ARBÖ fordert daher andere Schritte, um Autofahrer zu entlasten. Sinnvoller wäre ein Aussetzen der CO₂‑Bepreisung, eine Senkung der Mineralölsteuer oder eine Reduktion der Mehrwertsteuer auf Treibstoffe. Diese Maßnahmen könnten rascher wirken und wären für Konsumenten spürbarer. „Autofahren ist kein Selbstzweck, sondern notwendig, um das soziale Leben zu organisieren und den Arbeitsplatz zu erreichen“, so Kumnig. Er zeigt sich verärgert über das Ergebnis des Ministerrates und fordert eine Rückkehr zu einem Preisniveau von 1,50 Euro pro Liter.

Während der Rohölpreis der Sorte Brent am Mittwoch unter 90 US‑Dollar fiel, blieben die Treibstoffpreise in Österreich weiter hoch: Diesel kostete im Durchschnitt 1,925 Euro, Super 95 lag bei 1,721 Euro pro Liter.

Der ARBÖ erwartet durch die neue Preisregelung keine Entspannung für die Bevölkerung und warnt vor einem „Schuss nach hinten“. Ohne strukturelle steuerliche Entlastungen bleibe Autofahren für viele weiterhin teuer.

Text/Quelle: ARBÖ

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