11.03.2026
Foto: dbn
Nach einer Phase großer Unsicherheit am Immobilienmarkt zeichnet sich 2026 eine deutliche Stabilisierung ab. Der neue Immo‑Guide Ost von s REAL zeigt: In Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Salzburg bleiben die Preise weitgehend konstant. In einigen Regionen kommt es bereits wieder zu moderaten Anstiegen.
Geschäftsführerin Martina Hirsch sieht dafür mehrere Gründe: realistischere Preisvorstellungen der Verkäufer, bessere Finanzierungsbedingungen sowie steigende Einkommen. Diese Faktoren würden viele Österreicher wieder dazu bewegen, über den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung nachzudenken. Schnellentschlossene profitieren laut Hirsch noch von einem breiten Angebot.
Burgenland: Große Preisunterschiede je nach Region
Das Burgenland bleibt auch 2026 ein vergleichsweise günstiger Immobilienmarkt – mit deutlichen regionalen Differenzen. Während das nördliche Burgenland höherpreisig ist, bewegen sich Eigentumshäuser im mittleren Segment je nach Region zwischen 1.300 und 2.500 Euro pro Quadratmeter. In den Bezirken Mattersburg und Rust sind die Preise rückläufig, während Oberwart und Jennersdorf aufgrund guter Infrastruktur und moderater Preise an Attraktivität gewinnen.
Niederösterreich: Nachfrage weiter hoch
In Niederösterreich bleibt die Nachfrage ungebrochen – vor allem in den gut angebundenen Regionen rund um Wien. In Bezirken wie Bruck an der Leitha, Wiener Neustadt, St. Pölten Land, Tulln, Hollabrunn, Korneuburg und Krems Stadt steigen die Preise im Haussegment weiter. Sinkende Preise finden sich nur vereinzelt, etwa in Zwettl, Gmünd, Waidhofen an der Thaya und Mistelbach.
Im Bezirk Mödling, traditionell einer der teuersten Regionen des Bundeslandes, deuten stabile bis sinkende Preise auf eine mögliche obere Schmerzgrenze der Zahlungsbereitschaft hin.
Salzburg: Teurer Hotspot bleibt auf hohem Niveau
Salzburg bleibt das teuerste Bundesland im Vergleich. In der Stadt Salzburg kosten Häuser im Schnitt 3.900 bis 5.200 Euro pro Quadratmeter, Wohnungen 3.800 bis 6.000 Euro – Tendenz steigend. Lediglich bei Baugrundstücken gibt es in einzelnen Bezirken wie Hallein, Salzburg Umgebung, Pongau, Tamsweg und Zell am See leicht sinkende Werte.
Wien: Stabile Preise und starke Nachfrage
Auch in Wien bleibt Wohneigentum stark gefragt. Die teuersten Lagen – der 1. Bezirk sowie Währing und Döbling – halten ihr hohes Preisniveau.
Innenstadtwohnungen liegen aktuell zwischen 6.000 und 8.000 Euro/m²,
Erstbezüge kosten rund 17.000 Euro/m².
In Währing und Döbling bewegen sich die Preise zwischen 3.000 und 5.000 Euro/m², Erstbezüge liegen bei etwa 9.000 Euro/m².
Deutliche Dynamik zeigt sich in Bezirken wie der Brigittenau und Rudolfsheim‑Fünfhaus, wo neue Projekte – etwa am Nordwestbahnhofgelände oder entlang der äußeren Mariahilfer Straße – frischen Schwung in den Markt bringen.
Fazit: Stabile Lage mit Aufwärtspotenzial
Der s REAL Immo‑Guide kommt zu einem klaren Ergebnis: Der Immobilienmarkt hat sich nach schwierigen Jahren beruhigt. Viele Regionen weisen stabile, manche wieder steigende Preise auf. Wer kaufen will, findet 2026 ein ausgewogenes Umfeld – mit einem breiten Angebot und verlässlicheren Rahmenbedingungen als in den Vorjahren.
Text/Quelle: s REAL