Ausgabe 2026/03

11.03.2026

ÖAMTC‑Flugrettung verzeichnet 1.605 Einsätze während der Semesterferien

Foto: dbn

ÖAMTC‑Flugrettung verzeichnet 1.605 Einsätze während der Semesterferien

Die Semesterferien gehören traditionell zu den arbeitsreichsten Wochen für die ÖAMTC‑Flugrettung – und auch heuer waren die Crews besonders gefordert. Zwischen 31. Jänner und 22. Februar absolvierten die Christophorus‑Notarzthubschrauber insgesamt 1.605 Einsätze, was durchschnittlich 70 Starts pro Tag entspricht.

Die 18 ganzjährig betriebenen Stützpunkte meldeten in diesem Zeitraum 1.306 Alarmierungen. Zusätzlich kamen 299 Einsätze der alpinen Standorte in Patergassen, Sölden, Hintertux und Zell am See hinzu. „Die Semesterferien sind für unsere Crews jedes Jahr eine besonders intensive Phase. Die hohe Einsatzfrequenz zeigt, wie wichtig eine flächendeckende und leistungsfähige Flugrettung für die medizinische Notfallversorgung ist“, erklärt Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC‑Flugrettung.

Neben internistischen und neurologischen Notfällen spielten auch Wintersportunfälle eine bedeutende Rolle: 609 Einsätze fanden auf Österreichs Skipisten statt. Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung wurden insgesamt 554 Skifahrer, 22 Snowboarder, 12 Skitourengeher sowie 21 weitere Wintersportler in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Regional lag Tirol mit 442 Alarmierungen an der Spitze. Besonders häufig startete Christophorus 4 in Kitzbühel (116 Einsätze), gefolgt von C6 in Salzburg (99) sowie C1 in Innsbruck und C14 in Niederöblarn (je 84). Der einsatzreichste Tag war der 8. Februar 2026 mit 90 Alarmierungen.
„Unsere Crews arbeiten auch in Hochphasen ruhig, routiniert und effizient“, betont Trefanitz. Jeder Einsatz erfordere ein präzises Zusammenspiel von Piloten, Notärzten und Flugrettern.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den Versicherungsschutz im alpinen Bereich. Medizinisch notwendige Einsätze werden überwiegend von der Sozialversicherung gedeckt. Bei Sport‑ und Freizeitunfällen erfolgt die Verrechnung jedoch direkt mit den Betroffenen. „Das finanzielle Risiko ist gering. Mehr als 90 Prozent unserer geflogenen Patienten verfügen über einen entsprechenden Schutz – etwa über Versicherungen oder den ÖAMTC‑Schutzbrief“, erklärt Petra Zangerl, Leiterin der Einsatzverrechnung.

Zum Abschluss appelliert Trefanitz an alle Wintersportler, verantwortungsvoll unterwegs zu sein: Rücksichtnahme, realistische Selbsteinschätzung und die Einhaltung der FIS‑Regeln seien entscheidend, um Unfälle zu vermeiden.

Text/Quelle: ÖAMTC

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