Ausgabe 2026/03

11.03.2026

ARBÖ fordert Senkung der Mehrwertsteuer und Aussetzung der CO2-Bepreisung

Foto: dbn

ARBÖ fordert Senkung der Mehrwertsteuer und Aussetzung der CO2-Bepreisung

Die anhaltend steigenden Treibstoffpreise sorgen erneut für Diskussionen. Wie der ARBÖ berichtet, sind die Kosten für Diesel und Super in nur wenigen Tagen drastisch gestiegen. Der Durchschnittspreis für Diesel liegt inzwischen bei 1,796 Euro pro Liter, was einem Anstieg von 17,1 Prozent seit Wochenbeginn entspricht. Auch Super 95 wurde deutlich teurer und kostet im Schnitt 1,66 Euro, ein Plus von 11,5 Prozent. 

Für ARBÖ‑Präsident Peter Rezar ist die Situation eindeutig: „Autofahren ist kein Selbstzweck, sondern ein Grundbedürfnis.“ Viele Menschen seien auf das Auto angewiesen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen oder ihr soziales Leben zu organisieren. Die massiven Preisanstiege würden vor allem jene treffen, die bereits jetzt finanziell stark belastet sind.

ARBÖ fordert Halbierung der Mehrwertsteuer
Mehr als die Hälfte des aktuellen Treibstoffpreises entfällt auf Steuern und Abgaben. Laut ARBÖ liegt es damit in der Verantwortung des Staates, rasch für Entlastung zu sorgen. Die Organisation fordert deshalb:

sofortige Aussetzung der CO₂‑Bepreisung,
Halbierung der Mehrwertsteuer auf Treibstoff von 20 auf 10 Prozent,
Preisstabilisierung in Richtung 1,50 Euro pro Liter.

Diese Maßnahmen würden den Preis laut Rezar schnell und spürbar senken.

Kritik an Mineralölkonzernen
Sollten die Preise weiter steigen, hält der ARBÖ zusätzliche Schritte für denkbar – etwa eine weitere Senkung der Mehrwertsteuer. Gleichzeitig fordert Rezar, auch die Mineralölindustrie stärker in die Pflicht zu nehmen.
Insbesondere sogenannte „Übergewinne“ der Konzerne müssten abgeschöpft werden, um staatliche Entlastungsmaßnahmen gegenzufinanzieren. „Es kann nicht sein, dass Konzerne auf Kosten der Autofahrer als Gewinner aus Krisenzeiten hervorgehen“, so Rezar.

Text/Quelle: ARBÖ

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