Ausgabe 2026/01

13.01.2026

EU-Ambitionen für Friedensgespräche kommen zu spät!

Foto: dbn

EU-Ambitionen für Friedensgespräche kommen zu spät!

„Plötzlich entdecken europäische Staatschefs – allen voran Emmanuel Macron – ihr Interesse daran, bei möglichen Verhandlungen mit Russland mit am Tisch zu sitzen. Dabei wird völlig ausgeblendet, dass es seit dem Vorjahr bereits einen laufenden Verhandlungsprozess gibt und dieser spätestens mit Trumps 28-Punkte-Plan im November 2025 eine konkrete Grundlage erhalten hat“, kritisierte heute Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europäischen Parlament.

„Dass man sich in der EU erst jetzt in Bewegung setzt, zeigt, wie realitätsfern und selbstverschuldet isoliert Brüssel agiert hat. Über Monate hinweg hat man jede ernsthafte diplomatische Annäherung blockiert und damit verhindert, dass Europa konstruktiv an einer Lösung mitwirkt. Nun, da andere die Gespräche vorantreiben, will man plötzlich mitreden“, so Vilimsky.

„Symptomatisch ist, dass sich die Debatte in Brüssel nicht um Inhalte, sondern um Namen dreht. Statt über eine eigene europäische Linie für Friedensgespräche zu sprechen, wird darüber spekuliert, ob der finnische Präsident Stubb oder Mario Draghi als Unterhändler auftreten soll. Das ist ein Offenbarungseid an strategischer Orientierungslosigkeit“, erklärte Vilimsky.

„Dieses hektische Nachlaufen an bereits laufende Verhandlungen ist kein Zeichen von Verantwortung, sondern das Resultat jahrelanger außenpolitischer Fehlentscheidungen. Die EU hat mit ihrer realitätsfernen Kriegsrhetorik und der Verweigerung ernsthafter Diplomatie jede Chance auf eine frühere Friedenslösung verspielt und steht nun politisch blamiert am Rand, während andere die Gespräche führen“, so Vilimsky.

Text/Quelle: Freiheitlicher Parlamentsklub

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