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Ausgabe August 2023

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16.08.2023: Sonderthema Bauen und Wohnen in Niederösterreich

Sicheres Wohnen – Gefahren in der Urlaubszeit

Landespolizeidirektor Franz Popp und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei der Präsentation der Förderung in St. Pölten.
Foto: NLK

Sicheres Wohnen – Gefahren in der Urlaubszeit

Das eigene Heim ist für jeden ein besonderer Rückzugsort. Damit das Zuhause auch gerade in der bevorstehenden Urlaubszeit vor ungebetenen Gästen geschützt ist, kann dieses mit einfachen Maßnahmen besser gesichert werden. Zudem trägt das Land Niederösterreich mit der Förderung „Sicheres Wohnen“ wesentlich dazu bei, Eigenheime und Wohnungen einbruchssicherer zu machen. Im Rahmen einer Pressekonferenz am heutigen Montag informierten Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landespolizeidirektor Franz Popp über die Prävention vor Einbrüchen in der Urlaubszeit und über die Initiative „Sicheres Wohnen“ des Landes Niederösterreich.

Seit dem Jahr 2006 unterstütze das Land Niederösterreich im Rahmen der Aktion „Sicheres Wohnen“ Investitionen in die Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, sagte die Landesrätin, die auch betonte: „Rund 90.000 Haushalte haben in den vergangenen 17 Jahren die Möglichkeit genutzt und sich finanzielle Unterstützung gesichert. Das Bundesland Niederösterreich hat bis zum heutigen Tag mehr als 60 Millionen Euro in die Hand genommen, um das Sicherheitsgefühl der Landsleute zu stärken. Damit wurde insgesamt ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 210 Millionen Euro ausgelöst.“

Es werden Sicherheitsmaßnahmen mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss für Sicherheitseingangstüren ab der Widerstandsklasse 3 unterstützt. Dafür gibt es eine Förderung von 30 Prozent der anerkannten Investitionskosten bis zu maximal 1.000 Euro. Dabei wird der mechanische Sicherheitsschutz mit dem Einbau von speziell klassifizierten und genormten Sicherheitstüren in Mehrfamilienhäusern, Einfamilienhäusern und Reihenhäusern finanziell unterstützt. Ebenfalls werden der elektronische Sicherheitsschutz mit dem Einbau einer Alarmanlage in Wohnungen oder in Einfamilien- oder Reihenhäusern mit 30 Prozent der Kosten bis zu maximal 1.000 Euro gefördert. „In Summe können sich Familien bis zu 2.000 Euro für die Sicherheit in ihrem zu Hause sichern“, hob Teschl-Hofmeister hervor. Der Förderzeitraum läuft bis 31. Dezember 2023.

Landespolizeidirektor Franz Popp meinte: „Dank der Förderungsmaßnahmen durch das Land Niederösterreich ist es bei rund der Hälfte der Einbrüche nur bei einem Versuch geblieben und die Täter konnten nicht in die Privatsphäre eindringen.“ Auch der Einsatz von Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern sei wichtig, um Einbrüche zu verhindern. Generell könne ein Eigentumsverzeichnis für Wertgegenstände angelegt werden. Das Verzeichnis helfe im Falle eines Diebstahles bei der Fahndung und bei der Zuordnung von sichergestellten Gegenständen. Lüften sei nur sinnvoll, "wenn man im Haus ist, denn gekippte Fenster oder Terrassentüren sind ganz leicht zu überwinden", so Popp.

Branchennetzwerke in NÖ: Mehr als 5.600 Betriebe in rund 1.000 Kooperationsprojekten vernetzt

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Foto: NLK

Branchennetzwerke in NÖ: Mehr als 5.600 Betriebe in rund 1.000 Kooperationsprojekten vernetzt

Seit 22 Jahren stehen die ecoplus Cluster für überbetriebliche Zusammenarbeit, Technologietransfer und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der heimischen Wirtschaft. Die Branchennetzwerke loten aktuelle Entwicklungen aus und greifen wichtige Zukunftsthemen auf – immer mit dem Fokus darauf, was in der unternehmerischen Praxis wirklich gebraucht wird. „Dieses Erfolgskonzept hat sich gerade auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bewährt. Wenn sich Entwicklungen rasant beschleunigen – Stichwort Digitalisierung – oder Themen wie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stark an Bedeutung gewinnen, ist es gerade für kleine und mittelständische Betriebe erfolgversprechender, diese Herausforderungen in Kooperation mit anderen Unternehmen anzugehen, statt im Alleingang. Rund 1.000 überbetriebliche Kooperationsprojekte mit mehr als 5.600 Projektpartnern bringen unseren Standort nach dem Motto ‚Innovation durch Kooperation‘ voran“, informiert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

In Niederösterreich gibt es ecoplus Cluster zu den Themen innovatives und nachhaltiges Bauen, Lebensmittel, Kunststoff sowie Mechatronik. Die Initiative EMI – Energie Mobilität Innovation wird ebenfalls im Rahmen des ecoplus Mechatronik-Cluster umgesetzt. Aktuell sind 536 Partnerunternehmen mit rund 97.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den vier ecoplus Clustern vernetzt, 1.661 Clusterprojekte wurden bisher erfolgreich begleitet, davon rund 1.000 überbetriebliche Kooperationsprojekte. „Aktuell werden die Clusterprojekte von den Themen Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit dominiert. Hier sind unsere Betriebe am meisten gefordert und müssen für die Zukunft aufrüsten – mit neuen Technologien, Know-how und innovativen Entwicklungen. Die Cluster bereiten diese komplexen Themen praxistauglich für die Betriebe auf und tragen damit wesentlich dazu bei, dass unsere Unternehmen zukunftsfit bleiben“, erläutert Mikl-Leitner.

Wie groß das Innovationspotenzial der heimischen Wirtschaft ist, zeigt sich etwa beim F&E-Projekt „BioSet“ des ecoplus Kunststoff-Cluster in Niederösterreich, bei dem die Projektpartner gemeinsam die Forschungsgrundlage für die Entwicklung eines zu 100 Prozent biologischen Klebstoffs für den industriellen Einsatz gelegt haben. Im Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ wird die niederösterreichische Baubranche nicht nur in zahlreichen Projekten für den Einsatz digitaler Tools auf heimischen Baustellen fit gemacht, sondern die Betriebe können auch erste Erfahrungen mit der zukunftsweisenden Wasserstoff-Technologie sammeln. Wie die Herausforderungen des Klimawandels als strategische Chance für Wettbewerbsvorteile und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle genutzt werden können, erarbeiten die Projektpartner des Projekts „Enterprise Klima“, das im Rahmen des ecoplus Mechatronik-Cluster umgesetzt wird. Im Mittelpunkt des EMI-Kooperationsprojekts „Car2Flex“ steht die Frage, wie man Batterien von e-Autos als Zwischenspeicher für grüne Energie nutzen kann. Und im Lebensmittel Cluster Niederösterreich wird ab Herbst im Innovationscamp „Green Food to go“ an Produktinnovationen im Bereich gesundheitsfördernder, schneller und nachhaltiger Ernährungslösungen gearbeitet.

ecoplus setzt seit Ende des Vorjahres das Niederösterreichische Innovationsökosystem um; die Cluster sind dabei ein Teil davon. „Hier werden alle vorhandenen Kompetenzen zielgerichtet gebündelt, neue Querschnittsthemen können noch besser betreut werden. Unser Ziel ist es, die Innovationskraft der niederösterreichischen Betriebe weiter zu steigern und die Unternehmen bei der Bewältigung der großen Zukunftsthemen optimal zu unterstützen“, sind sich ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki und Claus Zeppelzauer, ecoplus Bereichsleiter Unternehmen & Technologie sowie Geschäftsfeldleiter Cluster NÖ, einig.

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