30.06.2023
Foto: dbn
Jede und jeder Zweite unter 30 Jahren möchte ein eigenes Haus bauen und sieht es als eines der großen Lebensziele, das man verwirklichen möchte. Hier spalten sich jedoch die Ansichten. Knapp ein Viertel aus dieser Altersgruppe betrachtet Immobilienbesitz inzwischen als überholtes Konzept. Das zeigt die ImmoScout24-Trendstudie unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern.
Für ein Fünftel ist Immo-Besitz extrem wichtig
Über alle Altersgruppen hinweg sind es immerhin noch 43 Prozent, die sich bereits den Traum vom Haus erfüllt haben oder es beabsichtigen und darauf in ihrem Leben nicht verzichten möchten. Ein Fünftel der Befragten findet Immobilienbesitz sogar extrem wichtig. „Der Wunsch durch Immobilienbesitz einen beständigen Wert für sich und die Familie zu schaffen, gehört für viele Österreicher:innen zu einem erfüllten Leben dazu. Hausbau im Einklang mit Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wird hier die Herausforderung der Zukunft sein“, so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.
Niederösterreicher, Burgenländer und der Westen sind Häuslbauer / Männer mehr als Frauen
Wenig überraschend ist es den Bewohnern der Bundeshauptstadt Wien mit 28 Prozent am unwichtigsten ein Eigenheim zu errichten. Allerdings ist es auch nur 30 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner ein Anliegen. Den höchsten Stellenwert als wichtiger Meilenstein im Leben hat der Hausbau in Tirol (56 Prozent), gefolgt vom Burgenland (52 Prozent), Niederösterreich (50 Prozent) und Vorarlberg (47 Prozent). Männer legen mit 46 Prozent ein stärkeres Augenmaß auf dieses Thema als Frauen mit 40 Prozent Zustimmung. Und auch in Haushalten mit Kindern sagen 55 Prozent ja zum Wohnen auf meist mehr Fläche und im Grünen.
Ein Drittel hat bereits geerbt oder wird erben
Weitere 30 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben bereits eine Immobilie geerbt oder werden erben. Jede und jeder Vierte davon lebt bereits in einem Heim mit Grünfläche auf mehr als 130 Quadratmeter. Im Burgenland ist der Anteil der Erben mit 56 Prozent österreichweit am höchsten.
Knappes Drittel denkt an die Umwelt und findet es unverantwortlich
Der sorgsame Umgang mit den Ressourcen rückt jedoch bei einem Drittel der Befragten in den Vordergrund. 32 Prozent finden es aus heutiger Sicht unverantwortlich, ein Haus zu bauen, da es zu viel Boden und Fläche verbraucht. Das trifft vor allem für Personen zu, die in einem 1-Personen-Haushalt in Stadtlage und zur Miete wohnen sowie auf Personen, die Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert beimessen. Aber auch auf Bundesländerebene zeigt sich hier ein Zwiespalt. Vor allem im Burgenland ist die skeptische Gruppe mit 42 Prozent besonders groß.
Für 17 Prozent ist Immobilienbesitz veraltetes Konzept
Nahezu jede und jeder Fünfte stuft Immobilienbesitz jedoch als überholtes Konzept ein. Ein Viertel der Unter-30-Jährigen stimmt dieser Aussage zu und ebenso viele Single-Haushalte. Damit verbunden ist auch ein geringeres Interesse an nachhaltigem Bauen und Wohnen.