30.06.2023
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Am 31. März 2023 war die Staatsverschuldung laut Statistik Austria um 17,7 Mrd. Euro höher als zu Jahresende 2022. Der öffentliche Schuldenstand betrug 368,5 Mrd. Euro bzw. 80,6 % des Bruttoinlandsprodukts. Das öffentliche Defizit belief sich im 1. Quartal 2023 auf 6,6 Mrd. Euro.
„Österreich hat zu Jahresbeginn 2023 weiter Schulden aufgebaut. Ende März lagen die Verbindlichkeiten des Staates bei 368,5 Milliarden Euro und damit um 17,7 Milliarden über dem Schuldenstand am Ende des 4. Quartals 2022. Die Schuldenquote, also die Staatsverschuldung im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, stieg von 78,4 % zu Jahresende 2022 auf 80,6 % Ende März 2023 und hat sich damit wieder weiter von der Maastricht-Vorgabe von 60 % entfernt“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
Der größte Anstieg des öffentlichen Schuldenstands entfiel auf den Bundessektor, wo neue Verbindlichkeiten in Höhe von 17,4 Mrd. Euro hinzukamen. Ebenfalls konnte im Landessektor ein leichter Anstieg der Schulden verzeichnet werden. In den anderen beiden Teilsektoren, dem Gemeinde- und Sozialversicherungssektor, waren keine nennenswerten Veränderungen in den Verbindlichkeiten zu beobachten. Den größten Teil der Erhöhung der Schulden des Bundessektors macht die Kerneinheit Bund aus, wo mit den neu aufgenommenen Schulden, neben der Abdeckung des laufenden Defizits, auch zusätzliche Liquidität sichergestellt wurde.
Nach der Art der Verschuldung aufgeteilt entfielen vom Schuldenstand am 31. März 2023 323,5 Mrd. Euro auf Anleihen, 43,1 Mrd. Euro auf Kredite und 1,9 Mrd. Euro auf Einlagen.
Öffentliches Defizit im 1. Quartal 2023 bei 5,8 % des BIP
Das öffentliche Defizit im 1. Quartal 2023 betrug 5,8 % des vierteljährlichen BIP bzw. 6,6 Mrd. Euro. Im Vorjahresquartal (1. Quartal 2022) belief sich das öffentliche Defizit auf 5,2 Mrd. Euro bzw. 5,0 % des vierteljährlichen BIP.