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Ausgabe Juli 2023

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30.06.2023

Banknotendruckmaschinen aus Maria Enzersdorf sind ein Welterfolg

Foto: dbn

Banknotendruckmaschinen aus Maria Enzersdorf sind ein Welterfolg

Es ist ein spannendes aber sehr diskretes Metier, in dem die Koenig & Bauer GmbH mit Produktionsstandort in Maria Enzersdorf im Bezirk Mödling die Position des unangefochtenen Weltmarktführers einnimmt. Acht von zehn Banknotendruckmaschinen auf dem Globus kommen aus der Fertigung des österreichischen Tochterunternehmens der Koenig & Bauer Gruppe in Würzburg, deren 5.000 Beschäftigte rund 1,2 Milliarden Euro Jahresumsatz erzielen.

Etwa 25 neue Maschinen verlassen jedes Jahr das Werk in Maria Enzersdorf, das 2023 das Jubiläum des 175-jährigen Bestehens feiern. „Außerdem überholen wir hier ältere Banknoten- und Wertpapierdruckmaschinen. Dazu kommt die Servicierung der Bogenoffsetdruckmaschinen der Schwestergesellschaft Koenig & Bauer Sheetfed in Österreich und den Nachbarländern durch unsere Spezialisten“, erklärt Geschäftsführer Rudolf Vogl in einem Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ). In Maria Enzersdorf betreut Koenig & Bauer knapp 70 Kunden auf sechs Kontinenten.

Zu den großen Stärken des Industrieunternehmens zählt die Lehrlingsausbildung. Rund die Hälfte der Monteure im Segment der Banknotendruckmaschinen wurde in Maria Enzersdorf ausgebildet. „Ohne diese Spezialisten hätten wir einen dramatischen Fachkräftemangel. Derzeit befinden sich bei uns fast 40 junge Menschen in Ausbildung“, teilt Rudolf Vogl mit.
Der Manager hält große Stücke auf seine knapp 300 Beschäftigten in Maria Enzersdorf. Er wüsste auch viel über seine Kunden zu erzählen. Diese wünschen das aber ausdrücklich nicht.

Bekannt ist nur so viel: Wer als Staat etwas auf sich hält, betreibt eine eigene Banknotendruckerei. Einige dieser Betriebe produzieren auch Geldscheine für andere Länder. Mehr darf dazu niemand in der Branche sagen.

Nur ein interessantes Detail lässt sich Rudolf Vogl entlocken: „Es gibt Banknotendruckereien, die für die Installation einer neuen Druckmaschine die Außenwand ihrer Gebäude aufreißen. Erst dann ist die Einbringung der Einzelkomponenten möglich. Danach wird die Gebäudemauer wieder geschlossen und „versiegelt“.

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